Diät Pille

Das Leben auf Rezept

Die Diätpillen können den Prozess der Gewichtsabnahme gezielt unterstützen. Du hast eine geniale Pille entwickelt. Die britischen Behörden haben inzwischen fünf Todesfälle mit der Sanofi-Aventis-Diätpille in Verbindung gebracht. Eine Zauberpille will sie nicht sein. Mit einer neuen Diätpille könnte bald eine gezielte Gewichtsabnahme ohne Nebenwirkungen erreicht werden.

Leben auf Verschreibung

Allerdings, Akomplia schmilzt nicht nur Pfund und Bauchgurt, es wird auch gesagt, um die Verbesserung der Blutzuckerwerte und der Fett. Damit konnte sich das Präparat nicht nur als einfache Diät-Pille auf dem heimischen Gesundheitsmarkt etablieren, sondern auch als medizinische Absicherung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nicht ganz zu Unrecht ist die Erwartung des Produzenten Sanofi-Aventis daher: Akomplia leistet der öffentlichen Gesundheit einen großen Dienst und macht dem weltgrößten Pharmakonzern Billionen.

Aber was ist das Besondere an den Rimonabants? Im Gegensatz zu Xenical® (Orlistat), das die Absorption von Speisefett im Verdauungstrakt verhindert, oder Reductil (Sibutramin), das wie ein antidepressives Mittel funktioniert, stört Randonabant das sogenannte Belohnungsystem unseres Hirns. Erst seit den frühen 1990er Jahren ist dieses Verfahren bekannt, als die betörende und appetitanregende Auswirkung von Thracannabinol (THC) aus Hash- und Marihuanabohnen untersucht wurde.

Gewisse Empfänger im Hirn, Fett und Muskulatur sind der Dreh- und Angelpunkt der Kontrolle. Durch körpereigene Endocannabinoide werden sie angeregt, schwächen dann die körperlichen Aktivitäten - und machen uns locker und hungernd. Das kann auch diese Empfänger belegen - wer bereits geraucht hat, weiß die Folge: Blähungen. Es wird vermutet, dass der Regelkreis bei übergewichtigen Menschen und auch bei gewissen Abhängigkeiten dauerhaft eingeschaltet und teilweise komplett ausgelenkt ist.

So wird dem Organismus permanent ein Hunger oder der Wunsch nach einem Medikament, zum Beispiel Nicotin, angezeigt. Lassen Sie das Ganze von Akomplia beenden. Die Wirksubstanz ist ein sogenannter Antagonist: Sie bindet sich an die Empfänger, aktiviert sie aber nicht. Es wird auch gesagt, dass die Produktion von Schadstoffen durch die Fettzelle reduziert und die Zuckeraufnahme der Muskelzelle erhöht wird, was sich günstig auf die Blutspiegel auswirken kann.

Das haben mehrere fundierte Untersuchungen gezeigt: Sowohl eine europaweite Studie mit 1507 Patientinnen und Patienten als auch die Registrierungsstudien mit 6.600 Testpersonen haben gezeigt, dass Übergewichtige mit dem Medikament mehr abnehmen als ohne es.

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