Kaffeekapseln

Der dunkle Teil des schnellen Kaffeegenusses

Weil Fakt ist: Der Geschmack und das Aroma der verschiedenen Kaffeesorten aus Kaffeekapseln überrascht die meisten Kaffeetrinker zunächst. Dies ist unserer Meinung nach vor allem auf den sehr niedrigen Anschaffungspreis der Kapselmaschinen im Vergleich zu Kaffeevollautomaten zurückzuführen. Die Kaffeekapseln - eine große Täuschung? Die Kaffeekapseln werden von Armin Valet und Yvonne Willicks kontrolliert. 40 Prozent Wachstum innerhalb eines Jahres - der Boom im Kaffeekapselmarkt hält an.

Der dunkle Teil des Kaffeegenusses

Die Kaffeeproduktion hat wie jedes andere Nahrungsmittel schon immer viel Geld für Strom und Trinkwasser ausgegeben - zu viel, wie auch die Naturschützer seit langem einwenden. Im Durchschnitt fliessen 40 l des so genannten quasi unsichtbaren bzw. verdeckten Trinkwassers in jede Kaffeetasse. Virtuelles Trinkwasser ist die Gesamtmenge an für den Konsumenten unsichtbarem Trinkwasser, das bei der Erzeugung eines Produkts verwendet wird - in diesem Falle vom ersten Tröpfchen Kaffeebuschbewässerung bis zur Aufbereitung in den lokalen Cafétieren.

Ansonsten aber erschien uns der Kaffe seit seiner Entwicklung beispielhaft umweltfreundlich: von der Kaffeebohne bis zum Puder, in Jutesäckchen, dann in Papieren, endlich in kompostierbare Kaffeefilter und zuletzt in Keramikbecher - und dann mit etwas Pech wieder als Bodenhumus auf dem Dünger. Jahrhunderts haben diesen Zyklus beendet - mit einem Dreifachhammerstoß: zuerst durch die immer komplexere Aromaschutzverpackung, dann durch die "Single-Serve-Kaffeebehälter", individuell portionierbare Kaffeebehälter in deutscher Sprache und schliesslich durch den Coffee-to-go.

Durch diese Komfort- und Geschwindigkeitsabhängigkeit, die immerwährende Beweglichkeit und den immer wieder abrufbaren Genuß ist neben dem Kaffeegenuß an sich noch etwas anderes gewachsen: ein kaum zu bremsender Mülleimer. I know: Ich sollte meinen Kaffe in aller Stille geniessen, mich setzen, an der Erde vorbeischlendern und die Dampftasse zu einer Alltagsinsel werden lasse.

Stimmt, aber trotzdem: Ich mag meinen Kaffe zu Fuß.... so wie ich jede Stunde wenigstens 320.000 andere Menschen in Deutschland mag. Einwegtassen, die einen Wanderkonsum ermöglichen, haben ein geringes Produktleben: Nach einer durchschnittlichen Viertelstunde transportiert der Kaffetrinker sie (hoffentlich) in den folgenden Mülleimer.

So entstehen allein in der Bundesrepublik 2 Mrd. Tassen Abfall, die es vor dem Coffee-to-Go-Hype einfach nicht gab. Ihre Herstellung verbraucht auch tonnenweise Hölzer und Kunststoffe (für die nicht gerade gesundheitsverträgliche Innenbeschichtung) sowie mehrere Millionen Kubikmeter Trinkwasser und Unmengen an Energien - eine kleine Stadt könnte alljährlich mit dem für die Becherherstellung und Müllentsorgung benötigten Elektrizitätsbedarf beliefert werden.

Aber bis dahin fließt uns noch viel Kaffe in die Kehle. Vor allem in Backstuben oder kleinen Kaffeebars halten es viele Angestellte nach wie vor für unzulässig, Behälter von außen mit Kaffeemaschinen zu füllen. Sind wir in Kaffeekapseln erstickt? Jährlich fallen allein in der Bundesrepublik rund 1.000 t (12 Mio. kg) Kaffeekapselabfälle an - das sind 2,5 Mrd. gebrauchte Kaffeekapseln, die zwei Mal in Folge die Welt umkreisen werden.

Währenddessen bietet Nestle in anderen Staaten wie der Schweiz ein Rücknahmesystem an, in der Bundesrepublik setzt das Traditionsunternehmen auf staatliche Recycling-Systeme - z.B. den Geldbeutel oder die Mülltonne - oder auf "Sammelstellen für Wertstoffe in Gehweite". Dass die Aluminium-Kapseln nach dem Einpressen der Blocks und der "thermischen Vorbehandlung" zur "Herstellung von neuen, hochwertigen Produkten" verwendet werden, versprechen wir auf der deutschsprachigen Website von Nestor.

Noch vager wird es auf seiner Website: "Wir erarbeiten eine nachhaltige Antwort für die Cafissimo-Aromakapseln....wir sind zuversichtlich, dass auch hier in naher Zukunft ein Fortschritt erzielt wird", meint der Kaffeehersteller und gibt den Verbrauchern den Digitalgenussbrief als Teil dieses gänzlich leeren Optimismus:

"Mit jeder Becher Ihrer Cafissimo-Maschine tragen Sie zum Naturschutz bei" ermuntert die Website zum weiteren Verzehr mit ruhigem Gewissen. 2. In der Tat ist nur die Kuppe des Müllberges erreicht: Alle Kaffeekapselhändler können sich auf zweistellige jährliche Zuwachsraten freuen - ein Ende ist nicht in Aussicht. Kein Kapselproduzent publiziert Angaben über die Zahl der pro Jahr abgesetzten Kaffeekapseln - aber Branchenexperten sind sich einig, dass allein bei Nestlé im Jahr 2014 weltweit wenigstens acht Mrd. Kaffeekapseln im Handel waren.

Die Herstellung eines Kilogramms des Aluminiums aus dem Bauxit erfordert etwa 14 kWh Strom, der etwa 8,4 kg Kohlenstoffdioxid freisetzt - und das alles, um das zeitliche Fenster für die Kaffeezubereitung zu kürzen und das Duftaroma eines frischen Espressos zu nachzubilden.

Wenn mehr als 70% der Flaschen rezykliert würden, wie dies auch von Seiten von Nestle gefordert wird, wäre dies aus ökologischer Sicht ein Schritt nach vorn. Die Firma sagt nur, dass drei viertel aller Tabletten eingesammelt und verwertet werden kann. Der ehemalige Nespresso-Chef, der gebürtige Schwede Jean-Paul P. A. M. A. M. B. A. M. A. H. A. S. A. H. Gaillard, hat ausgerechnet den Spagat zu einer nachhaltigen Kaffeekapsel versucht.

Das alles hat er erreicht: Die Kaffeekapseln seiner Firma Ethernet-CoffeeCompany ( "EthicalCoffeeCompany", ECC) sind rund 35% billiger und werden aus pflanzlichen Fasern und Speisestärke hergestellt. Bis heute hat er für die unmittelbar darauf folgende Rechtsstreitigkeit mit der Firma Nestle rund 5 Mio. an Rechtskosten erstattet. Im Jahr 2014 verkaufte das Traditionsunternehmen 350 Mio. Stück, vor allem in den Ländern Spanien, Italien, Frankreich, Italien, Spanien, Belgien, Spanien, Italien, Deutschland uvm.

Lediglich in der Schweiz hat das schlagkräftige Familienunternehmen Nestle den Verkauf verboten. Guter Kaffe in der Kapsel ".... aus der Wildnis, zurück zur Natur"? Erfahrungsgemäß wird die Kapsel auch in industriellen Kompostierungsanlagen als störender Faktor erkannt und aussortiert. Danach sollten sie so bald wie möglich mit einem Löffel freigelassen werden, da das Risiko mit der Zeit zunimmt.

Sie produziert wiederbefüllbare Edelstahlkapseln, die Nespresso-Maschinen in Bildschirmträgermaschinen umwandeln. Laut Angaben des Herstellers sind diese nachfüllbaren Kaffeekapseln ein ganzes Jahr haltbar, können mit Ihrem eigenen Kaffe oder Ihrem eigenen Kaffeepulver gefüllt werden (ein passender Esslöffel ist im Lieferumfang enthalten), sind schadstofffrei und tragen dazu bei, trotz des gestiegenen Kaufpreises viel Kosten pro Jahr zu ersparen.

Das sind laut Angaben des Unternehmens bis zu 565 EUR pro Jahr für zwei Menschen und zwei Kaffees pro Tag - verglichen mit dem wirklich horrend teueren Wettbewerbsprodukt von Nestle. Es ist auch entscheidend, dass Sie den passenden Kaffe mit der optimalen Mahlung erhalten, damit die potentielle Aroma-Qualität zur vollen Entfaltung kommt. Nur mit frisch gemahlenem Eespresso ist eine gute Creme zu haben.

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