Allgemeine Informationen für Erwachsene. Keine individuelle Behandlung, Diagnose oder Dosierungsempfehlung. Fragen zu Arzneimitteln, möglichen Nebenwirkungen und Wechselwirkungen gehören in eine ärztliche oder pharmazeutische Beratung.
Unterstützung bei Adipositas
Wenn du Gewicht reduzieren oder nach einer Veränderung langfristig halten möchtest, brauchst du Unterstützung, die zu deiner Gesundheit und deinem Alltag passt. Bei Adipositas – einer chronischen Erkrankung, bei der zu viel Körperfett die Gesundheit beeinträchtigt – gehören mehrere Maßnahmen zusammen. Die deutsche S3-Leitlinie zur Prävention und Therapie der Adipositas nennt Ernährung, Bewegung und verhaltensbezogene Unterstützung als Grundlage der Behandlung. Eine S3-Leitlinie fasst wissenschaftliche Erkenntnisse und Empfehlungen verschiedener Fachgruppen zusammen.
Welche Unterstützung passt, hängt davon ab, ob du einer Gewichtszunahme vorbeugen, Adipositas behandeln oder nach einer Abnahme dein Gewicht halten möchtest. Eine allgemeine Beratung hilft dir, einer Gewichtszunahme und damit verbundenen Gesundheitsproblemen vorzubeugen. Besteht bereits Adipositas, geht es um eine Behandlung, die auch gesundheitliche Beschwerden und Begleiterkrankungen einbezieht. Nach einer Gewichtsabnahme helfen langfristige Pläne, neue Gewohnheiten und das erreichte Gewicht im Alltag zu halten. Die Unterstützung kann mehrere dieser Bereiche verbinden und länger dauern als ein einzelner Beratungstermin.
Auch die Ziele sollten zu deiner persönlichen Situation passen. Beschwerden, Begleiterkrankungen, Medikamente, Arbeitszeiten und familiäre Verpflichtungen beeinflussen, welche Schritte realistisch und sinnvoll sind. Der Body-Mass-Index (BMI) setzt Körpergewicht und Körpergröße ins Verhältnis und hilft bei der ersten Einordnung. Er erfasst jedoch weder die Fettverteilung noch deine körperliche Verfassung oder deinen Alltag.
Gewichtsabnahme ist deshalb nicht das einzige Ziel. Gemeinsam mit einer qualifizierten Fachkraft kannst du auch Ziele vereinbaren, die deine Gesundheit im Alltag spürbar verbessern: etwa leichter Treppen steigen, Schmerzen verringern, beweglicher werden oder belastende Esssituationen besser bewältigen.

Finde die passende Anlaufstelle
Wenn Gewicht, Essen oder Bewegung deine Gesundheit belasten, ist die hausärztliche Praxis ein sinnvoller erster Kontakt. Dort kannst du Gesundheitsrisiken, Begleiterkrankungen und mögliche Einflussfaktoren besprechen. Die Hausarztpraxis stimmt bei Bedarf weitere Behandlungen ab, etwa Ernährungsberatung, Psychotherapie oder fachärztliche Untersuchungen. Die S3-Leitlinie zur Adipositas empfiehlt dafür ein Zusammenspiel mehrerer Maßnahmen.
Für Fragen zu Essgewohnheiten und zur Alltagsgestaltung kannst du eine qualifizierte Ernährungsfachkraft aufsuchen. In der Suche der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) findest du unter anderem Diätassistentinnen und Diätassistenten sowie Studienabsolventinnen und -absolventen mit anerkannten Zertifikaten.
Bei starker psychischer Belastung oder Anzeichen einer Essstörung helfen zusätzliche Abnehmregeln nicht weiter. Wende dich dann an eine spezialisierte Beratungsstelle. Das Beratungstelefon des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit berät telefonisch und unterstützt dich bei der Suche nach passenden Hilfen. Für Austausch mit anderen Betroffenen kannst du örtliche Selbsthilfekontaktstellen oder die Datenbanken der NAKOS nutzen. Solche Gruppen bieten Rückhalt und Austausch. Sie versprechen keine bestimmte Gewichtsabnahme.
Qualifikation vor der Buchung prüfen
Frag nach der Grundqualifikation, anerkannten Zusatzqualifikationen und Erfahrung mit Adipositas oder deinen Begleiterkrankungen. Klär vor dem Termin, ob die Beratung deine Arbeitszeiten, dein Budget, kulturelle Essgewohnheiten und familiäre Aufgaben berücksichtigt.
Lass dir auch die Gesamtkosten nennen und frag nach möglichen Zuschüssen deiner Krankenkasse. Vorsicht ist angebracht, wenn die Beratung den Kauf eigener Produkte voraussetzt. Eine fachliche Qualifikation schafft eine gute Grundlage für die Beratung, garantiert aber kein bestimmtes Ergebnis.
Bewegung gemeinsam erleichtern
Regelmäßige körperliche Aktivität gehört zu den allgemeinen Empfehlungen. Wie intensiv und welche Bewegungsform für dich passt, hängt von deinem Gesundheitszustand, deinen Beschwerden und deinem Alltag ab. Die Informationen des Bundesinstituts für Risikobewertung ordnen Bewegung als Teil eines aktiveren Lebensstils ein.
Eine vertraute Person kann dich unterstützen, indem sie mit dir nach einem passenden Angebot sucht oder feste Verabredungen trifft. Sag vorher konkret, welche Hilfe du möchtest. Lege auch fest, dass Kommentare zu deinem Essen oder deiner Körpergröße unterbleiben sollen.
Mach Unterstützung alltagstauglich
Vereinbare konkrete Hilfe
Unterstützung entlastet dich vor allem dann, wenn klar ist, wer was übernimmt. Sprich darüber, wer einkauft, Mahlzeiten für lange Arbeitstage mitplant oder im Haushalt einspringt. So schaffst du Zeit für Beratungstermine oder Bewegung. Wenn du dafür Betreuung brauchst, kläre frühzeitig, wer sie übernehmen kann.
Leg auch fest, welche Art von Unterstützung dir guttut. Vielleicht hilft dir eine Erinnerung an einen Termin. Kommentare zu deinem Essen, Gewicht oder Körper möchtest du dagegen möglicherweise nicht. Sag offen, was hilfreich ist und wo deine Grenze liegt. Die S3-Leitlinie zur Adipositasbehandlung nennt Ernährung, Bewegung und verhaltensbezogene Unterstützung als miteinander verbundene Bausteine. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass eine einzelne Alltagshilfe allein zu einem bestimmten Gewichtsverlust führt.
Plane für schwierige Wochen
Besprich auch, was bei Krankheit, Schichtwechseln oder hoher familiärer Belastung realistisch bleibt. Vielleicht verschiebst du einen Termin, machst eine kürzere Bewegungseinheit oder bittest vorübergehend um Hilfe beim Einkauf. Mit solchen Möglichkeiten kannst du auf schwierige Wochen reagieren.
Ein passender Plan berücksichtigt Unterbrechungen, ohne dass du sie als Scheitern werten musst. Prüfe die Absprachen regelmäßig kurz: Was hat im Alltag funktioniert? Wo brauchst du andere Unterstützung? So bleibt die Hilfe an deine tatsächliche Situation angepasst.
Prüfe digitale Programme genau
Studien zeigen, dass Teilnehmende mit digitalen Programmen Gewicht verloren haben. Aus diesen Studienergebnissen lässt sich jedoch nicht ableiten, welches Angebot für dich am besten wirkt.
In einer randomisierten Studie mit 150 Erwachsenen sank das Körpergewicht mit zanadio über zwölf Monate durchschnittlich um 7,75 Prozent. In der Wartelisten-Kontrollgruppe blieb das Gewicht im Mittel unverändert (Studie zu zanadio).
Eine weitere randomisierte Studie untersuchte Oviva Direkt mit 164 Erwachsenen in Deutschland über sechs Monate. Die Teilnehmenden verloren durchschnittlich 5,29 Prozent ihres Körpergewichts. Bei üblicher Versorgung waren es 1,76 Prozent (Studie zu Oviva Direkt). Der Anbieter finanzierte diese Studie vollständig; mehrere Autorinnen und Autoren arbeiteten für ihn.
Die Ergebnisse lassen sich nicht direkt vergleichen. Die Studien liefen unterschiedlich lange und nutzten verschiedene Vergleichsgruppen: zanadio wurde mit einer Warteliste verglichen, Oviva Direkt mit üblicher Versorgung. Auch Durchschnittswerte beschreiben Gruppen, keine einzelne Person. Wie stark du abnimmst, hängt unter anderem davon ab, welches Ausgangsgewicht und welchen Gesundheitszustand du hast, wie dein Alltag aussieht und ob das Programm zu dir passt.
DiGA und gewöhnliche Apps
Eine digitale Gesundheitsanwendung, kurz DiGA, ist ein geprüftes digitales Medizinprodukt. Gesetzlich Versicherte können sie unter bestimmten Bedingungen auf Rezept oder mit einer Genehmigung ihrer Krankenkasse nutzen. Eine Ernährungs- oder Fitness-App wird nicht allein durch ihr Thema zur DiGA.
Prüfe vor der Nutzung im amtlichen DiGA-Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte, ob das konkrete Produkt aktuell eingetragen ist. Dort findest du auch Angaben zur vorgesehenen Zielgruppe und zu den Bedingungen für die Nutzung.
Lies außerdem nach, wer das Programm nutzen kann und wer ausgeschlossen ist. Manche Programme richten sich nur an Erwachsene, setzen einen bestimmten Body-Mass-Index voraus oder eignen sich bei bestimmten Erkrankungen, Schwangerschaft oder Essstörungen nicht. Ein Eintrag im Verzeichnis bestätigt die Erstattungsfähigkeit unter den genannten Voraussetzungen; er ersetzt nicht die Prüfung, ob das Programm zu deinen persönlichen Bedürfnissen passt.

Kläre Medikamente medizinisch ab
Arzneimittel zur Gewichtsregulierung kommen für bestimmte Erwachsene zusätzlich zu einer angepassten Ernährung und mehr körperlicher Aktivität infrage. Ob sie zu deiner Gesundheitssituation passen, beurteilt eine Ärztin oder ein Arzt. Nahrungsergänzungsmittel unterliegen anderen Regeln und sind keine Arzneimittel.
Was die EU-Zulassung bedeutet
Wegovy mit dem Wirkstoff Semaglutid und Mounjaro mit Tirzepatid sind in der EU für die Gewichtsregulierung bestimmter Erwachsener zugelassen. Voraussetzung ist ein anfänglicher Body-Mass-Index (BMI) ab 30. Ab einem BMI von 27 kommt die Behandlung bei mindestens einer gewichtsbezogenen Begleiterkrankung infrage. Dazu zählen etwa Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes.
Beide Arzneimittel ergänzen eine kalorienreduzierte Ernährung und körperliche Aktivität. Die genauen Bedingungen stehen in den EU-Produktinformationen zu Wegovy und Mounjaro.
Die Zulassung ersetzt keine persönliche medizinische Prüfung. Sie sagt auch nichts darüber aus, welche Darreichungsform in Deutschland erhältlich ist. Ärztliche Praxis und Apotheke können die Verfügbarkeit für den konkreten Fall klären.
Risiken gehören ins ärztliche Gespräch
Zu den bekannten Nebenwirkungen zählen Übelkeit, Durchfall und Erbrechen. Die Produktinformationen nennen weitere Risiken und Vorsichtsmaßnahmen. Besprich auch andere Medikamente, bestehende Erkrankungen und eine geplante oder bestehende Schwangerschaft mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.
Beginne, beende oder verändere eine Behandlung nicht eigenständig. Bei akuten lebensbedrohlichen Beschwerden ruf den Notruf 112.
Zulassung ist keine Kostenübernahme
Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) prüft die Kostenübernahme getrennt von der Arzneimittelzulassung. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat Wegovy und Tirzepatid bei einer Anwendung zur Gewichtsregulierung in den Verordnungsausschluss aufgenommen, wie die G-BA-Informationen erläutern. Eine ärztliche Empfehlung ist daher keine Zusage, dass die GKV die Kosten trägt.
Der Verordnungsausschluss gilt für die Anwendung zur Gewichtsregulierung und ändert nichts daran, dass Adipositas eine Erkrankung ist. Für andere zugelassene Anwendungsgebiete gelten jeweils eigene Erstattungsregeln.
Auf einen Blick
Kläre vor einer Behandlung drei Fragen getrennt: Deckt die EU-Zulassung deine geplante Anwendung ab? Ist das Arzneimittel für dich medizinisch geeignet und in Deutschland verfügbar? Und übernimmt deine Krankenkasse die Kosten?
Häufige Fragen
Wer beurteilt, ob das Medikament für mich geeignet ist?
Eine Ärztin oder ein Arzt bewertet deine Gesundheit, Begleiterkrankungen, Risiken und andere Medikamente. Die BMI-Grenzen der Zulassung allein entscheiden nicht über die Behandlung.
Bedeutet der Verordnungsausschluss, dass Adipositas keine Erkrankung ist?
Nein. Der G-BA-Beschluss regelt die Verordnung der genannten Arzneimittel zur Gewichtsregulierung zulasten der GKV. Für andere zugelassene Anwendungen können andere Erstattungsregeln gelten.
Kläre Kostenübernahme und Angebote
Eine ärztliche Empfehlung oder eine passende Beratung führt nicht automatisch dazu, dass deine Krankenkasse die Kosten vollständig übernimmt. Bei Ernährungsangeboten kommt es darauf an, ob du einen Kurs zur Vorbeugung besuchst oder wegen einer Erkrankung eine Ernährungstherapie brauchst. Auch das konkrete Angebot und die Regeln deiner Krankenkasse zählen. Das Bundesgesundheitsportal weist darauf hin, dass Krankenkassen Ernährungsberatung und Ernährungstherapie nicht generell vollständig bezahlen.
Frag deshalb vor der Anmeldung nach dem Zuschuss, deinem Eigenanteil und den Voraussetzungen. Kläre außerdem, ob du eine ärztliche Bescheinigung, einen Kostenvoranschlag oder einen Antrag einreichen musst. Bitte möglichst um eine schriftliche Auskunft.
Apps und DMP prüfen
Eine Ernährungs- oder Fitness-App ist nicht automatisch eine digitale Gesundheitsanwendung, kurz DiGA. DiGA sind geprüfte digitale Medizinprodukte, die Ärztinnen, Ärzte sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten unter den jeweiligen Voraussetzungen verordnen können. Prüfe dafür den aktuellen Eintrag im DiGA-Verzeichnis des BfArM. Dort stehen auch die zugelassenen Einsatzbereiche und Bedingungen für die Verordnung. Ein DiGA-Eintrag bedeutet jedoch nicht, dass die App zu deiner Situation passt.
Für Erwachsene mit Adipositas ist ein strukturiertes Behandlungsprogramm, ein Disease-Management-Programm (DMP), in der DMP-Anforderungen-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses vorgesehen. Nach Angaben des Bundesamts für Soziale Sicherung, Stand Oktober 2026, standen DMP Adipositas zu diesem Zeitpunkt noch nicht für Patientinnen und Patienten zur Verfügung. Die Richtlinie legt den Rahmen fest. Patientinnen und Patienten können sich aber erst einschreiben, wenn das Programm tatsächlich angeboten wird.
Prüfe vor deiner Entscheidung den aktuellen Stand bei deiner Krankenkasse und bei der für deinen Wohnort zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung.
Kurz mitnehmen
- Kläre Kostenübernahme, Unterlagen und Eigenanteil vor der Buchung.
- Bei Apps zählt der aktuelle Eintrag im DiGA-Verzeichnis.
- Beim DMP Adipositas entscheidet der tatsächliche Umsetzungsstand vor Ort.
Häufige Fragen
Reicht eine ärztliche Verordnung für die Kostenübernahme?
Nein. Frag vorab bei deiner Krankenkasse, welche Voraussetzungen für das konkrete Angebot gelten.
Kann ich mich bereits in ein DMP Adipositas einschreiben?
Laut BAS waren die Programme im Oktober 2026 noch nicht verfügbar. Erkundige dich vor einer Anmeldung erneut bei deiner Krankenkasse oder der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung.
Plane die Gewichtserhaltung mit
Plane von Anfang an Unterstützung für die Zeit nach der ersten Gewichtsabnahme. Abzunehmen und ein niedrigeres Gewicht zu halten, sind unterschiedliche Aufgaben. Eine erneute Zunahme beweist weder mangelnde Disziplin noch persönliches Versagen.
Das zeigt die Verlängerung der STEP-1-Studie: Nach dem Ende der 68-wöchigen Behandlung mit Semaglutid nahmen die Teilnehmenden im folgenden Jahr im Durchschnitt wieder zu. Gleichzeitig endete die strukturierte Lebensstilbegleitung. Die Studie kann deshalb nicht trennen, welchen Anteil das Ende des Medikaments und welchen Anteil das Ende der Begleitung hatte. Im Mittel wogen die Teilnehmenden nach der Verlängerung dennoch weniger als zu Beginn der Studie (STEP-1-Verlängerung).
In SURMOUNT-4 nahmen Teilnehmende nach 36 Wochen Tirzepatid und einem anschließenden Wechsel auf ein Scheinmedikament über weitere 52 Wochen im Mittel wieder zu. Wer Tirzepatid weiter erhielt, nahm in diesem Zeitraum im Mittel weiter ab. Diese Ergebnisse beziehen sich auf die untersuchten Erwachsenen ohne Diabetes und den Ablauf dieser Studie. Sie sagen nicht voraus, wie sich dein Gewicht entwickeln wird (SURMOUNT-4).
Sprich daher schon zu Beginn mit deinen behandelnden Fachpersonen darüber, wie die Unterstützung nach einer ersten Gewichtsabnahme aussehen soll. Wenn das Gewicht stagniert oder wieder steigt, prüft gemeinsam die Ziele, die alltagsnahe Unterstützung und den langfristigen Behandlungsplan. Ändere oder beende Medikamente nicht eigenständig. Rückschläge sind ein Anlass, die Unterstützung anzupassen – kein persönliches Versagen.
Häufige Fragen
Wo kann ich anfangen?
Bei gesundheitlichen Fragen ist deine hausärztliche Praxis ein guter erster Ansprechpartner. Qualifizierte Ernährungsfachkräfte findest du über die DGE-Suche. Eine örtliche Selbsthilfekontaktstelle vermittelt passende Gruppen für den Erfahrungsaustausch.
Zahlt die Krankenkasse mit?
Zuschüsse hängen vom Angebot, dem Grund der Behandlung und deiner Krankenkasse ab. Frag vor Beginn nach Voraussetzungen, Eigenanteil und erforderlichen Unterlagen. Eine ärztliche Empfehlung allein sichert keine vollständige Kostenübernahme. Lass dir die Auskunft möglichst schriftlich bestätigen.
Welche App ist die beste?
Aus den Studien zu zanadio und Oviva Direkt lässt sich keine Rangfolge ableiten. Die Programme wurden nicht direkt miteinander verglichen und die Studien unterscheiden sich bei Dauer und Vergleichsgruppe (zanadio-Studie; Oviva-Studie). Prüfe, ob das Angebot im DiGA-Verzeichnis des BfArM steht und zu deiner Situation passt.
Ist das DMP verfügbar?
Nach dem Stand des Bundesamts für Soziale Sicherung vom Oktober 2026 waren DMP für Adipositas noch nicht für Patientinnen und Patienten verfügbar. Erkundige dich bei deiner Krankenkasse oder der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung nach dem aktuellen Stand.
Ersetzen Medikamente den Alltag?
Nein. Die EU-Zulassungen von Wegovy und Mounjaro sehen die Arzneimittel ergänzend zu einer kalorienreduzierten Ernährung und mehr körperlicher Aktivität vor. Eine Ärztin oder ein Arzt muss beurteilen, ob ein Medikament für dich geeignet ist. Verfügbarkeit und Kostenübernahme musst du gesondert klären.
Ist Wiederzunahme ein Versagen?
Nein. Nach dem Ende bestimmter Behandlungen nehmen viele Menschen wieder zu, wie die STEP-1-Verlängerung zeigt. Besprich mit Fachpersonen, welche Unterstützung du langfristig brauchst.
Wo gibt es Hilfe bei Essstörungen?
Das BIÖG-Beratungstelefon für Essstörungen bietet Erstberatung und hilft bei der Suche nach weiteren Stellen. Es ist montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr sowie freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr erreichbar. Es gelten die Kosten eines Gesprächs ins Kölner Ortsnetz.
Kernaussagen
- Starte bei gesundheitlichen Fragen in der hausärztlichen Praxis. Für Ernährungsberatung hilft die DGE-Suche. Eine örtliche Selbsthilfekontaktstelle bietet Austausch. Bei Anzeichen einer Essstörung suche spezialisierte Beratung.
- Prüfe Qualifikation und Kosten vor der Buchung. Frage nach Ausbildung, Erfahrung, Gesamtkosten und möglichen Zuschüssen deiner Krankenkasse. Kläre Bedingungen und Eigenanteil möglichst schriftlich, bevor du beginnst.
- Vereinbare konkrete Alltagshilfe. Lege fest, wer etwa Einkäufe, Essensplanung oder Betreuung übernimmt, welche Erinnerungen willkommen sind und welche Kommentare zu Essen oder Körper du nicht möchtest.
- Beurteile Apps und Medikamente getrennt. Studien zu einzelnen digitalen Programmen erlauben keine allgemeine Rangfolge; eine gewöhnliche App ist nicht automatisch eine erstattungsfähige digitale Gesundheitsanwendung. Arzneimittel zur Gewichtsregulierung erfordern eine ärztliche Eignungsprüfung und ersetzen nicht die begleitenden Veränderungen bei Ernährung und Bewegung.
- Plane die Gewichtserhaltung von Anfang an mit ein. Erneute Gewichtszunahme ist kein persönliches Versagen. Besprich mit Fachpersonen, welche langfristige Unterstützung passt und wie sich Ziele und Begleitung bei Stillstand oder veränderten Lebensumständen anpassen lassen.
FAQ
Wo kann ich anfangen, wenn ich Unterstützung suche?
Bei gesundheitlichen Fragen ist deine Hausarztpraxis ein guter erster Schritt. Für Ernährungsberatung hilft die Suche der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, qualifizierte Fachkräfte zu finden. Örtliche Selbsthilfekontaktstellen vermitteln Gruppen zum Erfahrungsaustausch.
Wie prüfe ich, ob eine Ernährungsfachkraft qualifiziert ist?
Frag nach der Grundausbildung, anerkannten Zusatzqualifikationen und Erfahrung mit Adipositas oder deinen Begleiterkrankungen. Kläre auch vorab die Gesamtkosten und mögliche Zuschüsse. Der Kauf eigener Produkte sollte keine Voraussetzung für die Beratung sein.
Zahlt meine Krankenkasse eine Ernährungsberatung?
Ein Zuschuss ist unter bestimmten Bedingungen möglich, aber nicht automatisch vollständig. Frag deine Krankenkasse vor Beginn nach Voraussetzungen, Eigenanteil und benötigten Unterlagen. Eine ärztliche Empfehlung allein ist keine Erstattungszusage.
Welche Abnehm-App ist die beste?
Die Studien zu zanadio und Oviva Direkt erlauben keinen direkten Vergleich und begründen daher keine allgemeine Rangfolge. Prüfe, ob das Angebot zu deinem Alltag passt und ob es im amtlichen Verzeichnis für digitale Gesundheitsanwendungen geführt wird, falls du eine Erstattung suchst.
Kann ich mich schon in ein DMP Adipositas einschreiben?
Nach Angaben des Bundesamts für Soziale Sicherung, Stand Oktober 2026, standen die Programme noch nicht zur Verfügung. Erkundige dich bei deiner Krankenkasse oder der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung nach dem aktuellen Stand.
Können Medikamente die Unterstützung im Alltag ersetzen?
Die EU-Zulassung von Wegovy und Mounjaro sieht ihren Einsatz ergänzend zu angepasster Ernährung und körperlicher Aktivität vor. Ob ein Arzneimittel für dich geeignet ist, muss eine Ärztin oder ein Arzt beurteilen; Zulassung, Verfügbarkeit in Deutschland und Kostenübernahme sind getrennte Fragen.
Was kann ich tun, wenn das Gewicht nach einer Behandlung wieder steigt?
Eine erneute Gewichtszunahme ist kein Beweis für persönliches Versagen. Studien nach dem Ende bestimmter Behandlungen zeigen, dass Gewicht häufig wieder zunimmt; besprich deshalb mit medizinischen Fachpersonen, welche längerfristige Unterstützung und welche Ziele jetzt passen.
Wo bekomme ich Hilfe bei Verdacht auf eine Essstörung?
Das Beratungstelefon des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit bietet erste Orientierung und hilft bei der Suche nach passenden Stellen. Du erreichst es unter 0221 892031; es gelten die Kosten für ein Gespräch ins Kölner Ortsnetz.
Was steckt hinter dem Versprechen?
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